Lob des Weines

★ Lob des Weines Liedtext:

Auf grünen Bergen wird geboren
der Gott, der uns den Himmel bringt;
die Sonne hat ihn sich erkoren,
daß sie mit Flammen ihn durchdringt;
die Sonne hat ihn sich erkoren,
daß sie mit Flammen ihn durch dringt,
daß sie mit Flammen ihn durchdringt.

Er wird im Lenz mit Lust empfangen;
der zarte Schoß quillt still empor,
|: und wenn des Herbstes Früchte prangen,
springt auch das gold’ne Kind hervor. 😐

Sie legen ihn in enge Wiegen,
ins unterirdische Geschoß;
|: er träumt von Festen und von Siegen
und baut sich manches lust’ge Schloss. :!

Es nahe keiner seiner Kammer,
wenn er sich ungeduldig drängt,
|: und jedes Band und jede Klammer
mit jugendlichen Kräften sprengt. 😐

Denn unsichtbare Wächter stellen,
so lang er träumt, sich um ihn her,
[: und wer betritt die heil’gen Schwellen,
den trifft ihr luftumwundner Speer. 😐

So wie die Schwingen sich entfalten,
läßt er die lichten Augen sehn,
|: läßt ruhig seine Priester walten,
und kommt herauf, wenn sie ihn flehn. 😐

Aus seiner Wiege dunklem Schöße
erscheint er im Krystallgewand;
|: verschwiegner Eintracht volle Rose
trägt er bedeutend in der Hand. 😐

Und überall um ihn versammeln
sich seine Jünger hocherfreut,
|: und tausend frohe Zungen stammeln
ihm ihre Lieb’ und Dankbarkeit. 😐

Er spritzt in ungezählten Strahlen
sein inn’res Leben in die Welt;
|: die Lippe nippt aus seinen Schalen
und bleibt ihm ewig zugesellt. 😐

Er nahm als Geist der goldnen Zeiten
von jeher sich des Dichters an,
|: der immer seine Lieblichkeiten
in trunknen Liedern aufgetan. 😐

Er gab ihm, seine Treu’ zu ehren,
ein Recht auf jeden hübschen Mund,
|: und daß es keine darf ihm wehren,
macht Gott durch ihn es allen kund. 😐

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